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Welche Weiterbildung zum IHK Fachwirt?

Herzlichen Glückwunsch! Du hast dich dazu entschlossen, deine bisherige berufliche Weiterbildung und kommende Laufbahn selbst in die Hand zu nehmen. Ein Fachwirt der Industrie und Handelskammer, kurz IHK, ist nach der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung ein großer Schritt in eine neue Zukunft.

So wie auch du, habe ich mich nach einigen Jahren im Berufsleben zur Weiterbildung als IHK Fachwirt entschlossen. Wie für einen Fachinformatiker üblich, ging es erstmal an meine Anforderungen. Dazu mehr in einem anderen Beitrag. In diesem Artikel will ich mich den angebotenen Weiterbildungsvarianten widmen.

Variante 1: Weiterbildung in Vollzeit

Im Studium und der schulischen Qualifizierung kann man sich voll auf die eigene Ausbildung konzentrieren. Mehrere Tage pro Woche wird man von Dozenten in einer klasse ähnlichen Gruppe auf die Prüfung vorbereitet. Durch die intensive Vorbereitung auf täglicher Basis spart man sehr viel Zeit. Die Weiterbildung kann sich so auf unter 1 Jahr reduzieren.

Die Klasse oder der Dozent können den eigenen Lernanforderungen widersprechen. Die tägliche Weiterbildung blockiert leider eine parallele Hauptanstellung. Entweder man befindet sich in einer passenden Lebenssituation, im Sabbatical oder hat finanzielle Rücklagen. Viele müssen in dieser Zeit mit reduziertem Einkommen klar kommen. Preislich liegt das Lehrgangsentgelt meist auf gleicher Höhe, wie eine Abendschule. Je nach Bildungsträger und Region zwischen 3.000 und 4.000 Euro.

Variante 2: Weiterbildung nebenberuflich

Diese Weiterbildung ist sehr gut mit dem eigenen Job vereinbar. Das Haupteinkommen ist nicht in Gefahr und man muss keine finanzielle Einschnitte fürchten. Investiert werden abendliche Lehrveranstaltungen und regelmäßige Wochenendtermine. Wenn es einem hilft, dann wird man in einer klasse ähnlichen Gruppe von Dozenten vorbereitet.

Eine nebenberufliche Weiterbildung dauert mit 1,5 Jahren länger als in Vollzeit. Die Kosten sind fast identisch zur Ausbildung in Vollzeit. Wie auch bei Variante 1 gibt es feste Termine für den Einstieg. Nicht jeder fühlt sich in einer Klassensituation wohl. Durch die Lücken zwischen den Lehrveranstaltungen steigt der Aufwand für Nacharbeiten.

Variante 3: Fernstudium

Die Fernunis stellen in der Regel gutes Lernmaterial zur Verfügung. Zudem erhält jeder Student unterstützende Dozenten, telefonische Hilfe und ein Netzwerk aus Mitstudenten. Man kann sich die Lernzeit frei einteilen. Ein Fernstudium wird in der Regel neben dem Hauptberuf durchgeführt. Das Einkommen wird eigentlich nicht reduziert, außer man entscheidet sich dafür.

Ein Fernstudium erfordert sehr viel Disziplin und Eigenmotivation. Die Studiendauer wird in den meisten Unterlagen mit 18 Monaten angegeben. Die Investition unterscheidet sich kaum von Variante 1 und 2. Für Studenten gibt es verpflichtende mehrtägige Präsenztermine an Lehrstandorten der Fernuni. Das kann zusätzliche Investitionen für Transport und Unterkunft bedeuten. Man sollte dafür Bildungsurlaub beantragen.

Variante 4: Selbststudium

Man kann sich die Zeit komplett selbst einteilen. Bei keiner anderen Variante kann man jederzeit und sofort anfangen. Wer befürchtet eh viel nacharbeiten zu müssen, kann sich die Lehrveranstaltungen der anderen Varianten sparen. Gewonnene Veranstaltungs- und Wegezeit wird in eigene Lernmethoden investiert. Ein Selbststudium ist die günstigste Weiterbildung, da man sich nur Literatur anschafft.

Lese hierzu meinen Artikel zum Selbststudium.

Mit Förderungen sieht es hier schlecht aus. Meine bisherigen Recherchen zeigen, dass eigentlich nur Lehrveranstaltungen und Fernunis gefördert werden. Bleibt noch die eigene Steuererklärung. Man hat keine Dozenten zur Verfügung und das Netzwerk aus Studierenden muss man sich auch selbst suchen.

VollzeitTeilzeitFernuniSelbststudium
Einkommen+++
Unterricht+++-
Skript+++
Zeiteinteilung+-+-+
Kosten+

Wofür man sich auch entscheidet, alle Weiterbildungen haben eines gemeinsam:

  1. Keine Garantie für eine bestandene Prüfung
  2. Die Prüfung wird immer bei der IHK durchgeführt

Ich hoffe, dass ich euch einen guten Überblick über meine Recherchen geben konnte. Eine Tendenz für meine zukünftige Weiterbildung zum Fachwirt habe ich bereits. Dazu später mehr.

Eure Meinung zu den 4 Varianten interessiert mich sehr. Bitte sendet eure Kommentare. So können wir diesen Artikel verbessern und anderen wertvolle Tipps auf dem Weg zum Fachwirt geben.

Bildnachweis:
https://pixabay.com/de/photos/abenteuer-kompass-hand-makro-1850673/

3 Antworten auf „Welche Weiterbildung zum IHK Fachwirt?“

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